Sichtbarwerden versus „Duschen ohne nass zu werden“

silke schippmann sichtbarmacherin In den ersten beiden Teilen bin ich darauf eingegangen, warum Sichtbarkeit für Unternehmer ein entscheidendes Erfolgskriterium ist und wie man mit einer Bestandsaufnahme startet.

Ein eigenes Blog (als nachhaltige, wertaufbauende, suchmaschinenoptimierte Home-Base der Kommunikation) und das Pushen der fachlichen Inhalte über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter, LinkedIn und XING ist gerade für Einzelunternehmer wie BeraterInnen, Coaches, Autoren/Autorinnen der erste Schritt zu wirtschaftlichem Erfolg. Damit die Kunden zu einem kommen. Nun zögern gerade an dieser Stelle viele Unternehmer und fragen sich, ob sie überhaupt SO sichtbar sein möchten und erste Hürden und Hindernisse auf dem Weg zum Ruhm werden sichtbar.

Heute möchte ich auf eine Fragestellung aus der Praxis eingehen. Da möchte jemand ein eigenes Business starten, aber aus den verschiedensten Gründen doch nicht so ganz sichtbar sein – mit Namen und/oder Adresse. Die Gründe dafür sind vielfältig.

  • Der derzeitige Job oder Arbeitgeber macht es schwierig
  • Ein Stalker, Ex-Partner o.ä. nervt und soll nix mitkriegen
  • Man ist sich der Sache noch nicht sicher und etwas schüchtern

Sicher muss nicht jeder ständig alles offenbaren, seinen Standort und sein Essen posten. Aber: Wer als Einzelunternehmer SICHTBAR werden will, strebt zunächst eine persönliche Reichweite an. Natürlich kann man auch eine Marke aufbauen und unter dem Marken- oder Produktnamen bekannt machen, sogar Dienstleistungen kann man so anbieten. Aber, auch wenn ich das so mit dialog artists so gemacht habe – es ist nicht immer sinnvoll. Stelle dir die folgenden Fragen:

  • Will ich mich als Experte bekannt machen und meine eigene Marke sein? Oder habe ich ein Produkt zu verkaufen oder biete ich eine Marke an, die völlig unabhängig von mir als Person funktioniert?
  • In welchem Maß kann und darf ich aktuell sichtbar werden mit dem, was ich anbiete?
  • Welche Maßnahmen sind trotz eines erfolgreichen Personen-Markenaufbaus zu meinem Schutz zu ergreifen oder  um vorerst (?) unter dem Radar zu fliegen?

Zu Punkt 1) Diese Frage sollte man für sich zu einem frühen Zeitpunkt klären. Ich habe mich persönlich, obwohl ich bereits einen gewissen Bekanntheitsgrad in meiner Branche hatte, aus drei Gründen dafür entschieden, eine Marke aufzubauen.

dialog artists hat mir ermöglicht, mein Wissen um Sichtbarkeit und Reichweite auf eine Marke anzuwenden. Ich generiere diese aber lieber für Kunden – oder zeige anderen, wie sie sich mit möglichst wenig Aufwand sichtbar machen können. Schuster und Leisten und so.

Zum anderen lässt sie mir maximal Spielraum, gerade als Social-Media-Expertin zu beweisen, wie man die Klaviatur der Sozialen Netzwerke spielen kann, ohne immer und überall auch die Unternehmerin zu sein, die für eine bestimmte Marke steht. So bin ich auf XING rein professionell unterwegs, auf Facebook aber semi-privat. Dieses Maß an Privatheit nutze ich sehr bewusst für meine beruflichen Zwecke. Wirklich privates spielt sich bei mir – beispielsweise auf Facebook – innerhalb geschlossener Freundeslisten ab. Deswegen habe ich, seit ich mich einmal dafür entschieden habe, keinerlei Probleme mehr damit, wenn sich Kunden oder potentielle Auftraggeber dort mit mir vernetzen möchten. Geschäftspartner, die sich dort mit mir vernetzen mögen, finden es sympathisch und transparent, dass ich dort Einblicke in meine privaten Interessen gewähre. Wer dort berufliches von mir finden will, darf gerne sein Like auf meiner dialog artists oder Sichtbarmacherin-Seite lassen. Privat kriegt er oder sie eben auch gelegentlich philosophisches, Tierschutz und Weltverbesserungsthemen mit – auch weise ich oft und gerne auf tolle Projekte, Produkte und Ideen Dritter hin.

Ich bin in so viele Projekten, Vereine und auch verschiedene Firmen involviert, dass mich das reduzieren auf die Marke „Silke Schippmann“ unnötig einschränken würde. Zum dritten werde ich mit dialog artists wachsen. Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt Mitarbeiter beschäftigen und Dienstleistungsprodukte unabhängig von mir als Person anbieten.

Punkt 2) In welchem Maß kann und darf ich aktuell sichtbar werden mit dem, was ich anbiete? Das kann natürlich jeder nur sich selbst und seine individuelle Situation beurteilen. Hier sollte man sich eine Art Zeitstrahl aufzeichnen, um strategische Punkte für die eigene Kommunikationsstrategie festzulegen.

Ich kann versichern, dass man in jedem Fall Wege findet, risikolos und stetig an seinem eigenen Erfolg zu arbeiten. So kann man auch in unsicheren Job-Verhältnissen in jedem Fall anfangen, wertvolle Inhalte zu schreiben, die man später als Blogbeitrag erstellen oder als eBook vermarkten kann. Möglicherweise können Sie auch positiv auffallen über pointierte Kommentare in öffentlichen Fachdiskussionen oder Gastbeiträge in thematisch passenden Blogs.

Bring‘ dich ins Gespräch, bevor du etwas „verkaufen“ willst. Bau‘ dein Netzwerk auf, bevor du es brauchst. Umso leichter wird der Start, wenn du richtig Gas geben und öffentlich wirksam loslegen kannst!

Für ein rechtlich sicheres Impressum gibt es Lösungen, bei denen man nicht zwingend seine Privatadresse verwenden muss. Es muss sich vor allem um eine ladungsfähige Adresse handeln, über die man ständig erreichbar ist. Über mindestens 3 verschiedene Kommunikationsmittel. Da ich keine Rechtsberatung anbieten kann, muss der allgemeine, oben erwähnte Hinweis für eigene Lösungsansätze reichen. Wer sich sehr unsicher ist, möge bitte einen Juristen fragen.

Als lokale Telefonnummer mit Weiterleitung habe ich übrigen gute Erfahrung gemacht mit Sipgate. Genau wie bei eRecht24 (dort gibt es tolle kostenlose Impressum– und Datenschutz– und Disclaimer-Generatoren) kann man dort auch eine Faxnummer mit Weiterleitung nutzen.

Punkt 3) Welche Maßnahmen sind trotz eines erfolgreichen Personen-Markenaufbaus zu meinem Schutz zu ergreifen oder  um vorerst (?) unter dem Radar zu fliegen?

Man kann in der Regel auch als Festangestellter einen Fachblog aufbauen und wertvollen Content erstellen und verbreiten. Hier ist vor allem eine strategische Überlegung und Feingespür bei der aktiven Außen-Kommunikation gefragt. Hier gibt es nicht das entweder oder, sondern eine Grauzone, in der man sich gut bewegen und trotzdem die Aufmerksamkeit ungewollter Leser einschränken oder reduzieren kann. Still sein und seine eigenen Blogbeiträge pushen kann nicht die Lösung sein!

Natürlich will man sich nicht alleine auf die Besucher über Suchmaschinen verlassen. Wir reden hier über die geschickte Nutzung von Listen, Privatsphäreeinstellungen, Link-Building und aktives Social-Media-Management.

Willst du mehr wissen? Ich berate gerne!

 

Friedrichsberger Straße 53, 22081 Hamburg

Tel. +49-40-6094 1362

E-Mail die@sichtbarmacher.in

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